Arnold Schönberg – Die Lieder
"Throw out your old recordings of Schoenberg songs: this is the set to have."
Norman Lebrecht, in
Open Letters Monthly
Mehr und teilweise übersetzt ...
"It's the sheer comprehensiveness of this set that makes it so fascinating."
Andrew Clements, in
The Guardian
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"A fascinating anthology.
It is difficult to find such a detailed production on the market.
The quality of the performers is undeniable, and the sound recording is excellent.
A must-have."
La Scena Musicale
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Geliebt, gehasst, vergöttert, verteufelt – kaum ein Musiker und Zuhörer konnte und kann Arnold Schönberg (1874 – 1951) gleichgültig gegenüberstehen. Die Kompromisslosigkeit, mit der Schönberg sowohl kompositorisch als auch verbal seine künstlerischen Ideale vertrat, erschwerte seinem Werk nachhaltig den Eingang in das allgemeine Konzertrepertoire. Dabei erwuchsen Schönbergs Neuerungen aus konsequenter Verwurzelung in der Tradition.
Die Lieder Schönbergs eröffnen dem Hörer eine Möglichkeit, sich schrittweise an den Epoche machenden Bruch mit der Tonalität heranzutasten. An den frühen Liedern kann man hörend nachvollziehen, wie sich Arnold Schönberg zunächst lernend an Vorbilder wie Schumann und Brahms hielt, anschließend in den Bann Wagners geriet, um während der allerletzten Jahre des 19. Jahrhunderts allmählich zu seiner eigenen Sprache zu finden. Und auch die weitere kompositorische Entwicklung bis hin zum "Buch der hängenden Gärten" op. 15 aus dem Jahr 1908 – einem Schlüsselwerk der so genannten freien Atonalität – lässt sich als eine schrittweise und konsequente, überhaupt nicht willkürliche begreifen.
In den vergangenen Jahren (2009–11) hat der Pianist Urs Liska in Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur eine Gesamtaufnahme des Liedschaffens von Arnold Schönberg produziert, die im Juni 2012 bei
Capriccio erschien. Es handelt sich dabei um die erste vollständige Einspielung, wenngleich es bereits zwei Editionen gibt, die Ähnliches im Titel tragen (eine Einspielung mit Glenn Gould, die sich im Wesentlichen auf die Werke mit Opuszahl beschränkt sowie eine Edition des dänischen Labels Kontrapunkt, welche immerhin einen Teil der nachgelassenen Lieder beinhaltet. Beide Editionen repräsentieren den damals aktuellen Forschungsstand, inzwischen ist das Werk Schönbergs jedoch vollständig aufgearbeitet).
Unter den fast fünf Stunden Musik befinden sich über anderthalb Stunden an Ersteinspielungen. Die neue Aufnahme umfasst auf vier CDs nicht nur alle frühen Lieder, sondern auch eine ganz besonders interessante Neuentdeckung: Frühe – inzwischen von der Schönberg-Gesamtausgabe zugänglich gemachte – Klavierfassungen aus den "Gurre-Liedern". Schönberg hatte dieses symphonische Großwerk zunächst als Liederzyklus begonnen, diesen später aber im selben Manuskript zur Orchesterversion umgearbeitet. Vor wenigen Jahren wurden die ursprünglichen Klavierfassungen im Rahmen der Schönberg-Gesamtausgabe rekonstruiert und veröffentlicht. Sie umfassen alle Lieder des ersten und zweiten Teils sowie einige Tenorlieder aus dem dritten Teil.
Für die Produktion konnte ein Ensemble herausragender Sänger und Sängerinnen gewonnen werden, die der Edition neben dem diskografischen auch besonderes künstlerisches Gewicht verleihen. Die vier CDs werden von
Claudia Barainsky,
Melanie Diener,
Konrad Jarnot,
Christa Mayer,
Markus Schäfer und
Anke Vondung gesungen. Pianist auf allen vier CDs sowie konzeptionell verantwortlich ist
Urs Liska.
Die Reaktion der Presse zeigt deutlich, dass das Konzept, Schönbergs Lieder von ihren romantischen Wurzeln aus hin zur kompromisslosen Modernität auszuleuchten, aufgegangen ist.
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